Kontinuität – Vergessen – Gedenken.

Am 2. Dezember streamen wir eine Podiumsdiskussion mit Seda Ardal, Ibrahim Arslan, Martina Renner und Max Czollek zu rechtem Terror in Deutschland seit 1980. Welcher Zusammenhang kann zwischen rechten Gewalttaten der Vergangenheit und aktuellen Ereignissen gezogen werden?

Die Demonstration am 26. September

Vor 40 Jahren detonierte am Haupteingang des Oktoberfestes eine Bombe. Der rechtsterroristische Anschlag riss 12 Besucher*innen in den Tod, über 200 Menschen wurden verletzt, 68 davon schwer. Anlässlich des 40. Jahrestages zog am 26. September eine antifaschistische Gedenkdemonstration durch das Westend zur Theresienwiese.

40 Jahre nach dem Oktoberfestattentat

Der rechte Terror der Gegenwart hat eine lange Tradition, die bis zum Ende des Nationalsozialismus zurückreicht. Im Jahr 1980 forderten drei rechtsterroristische Anschläge in Hamburg, München und Erlangen allein insgesamt 16 Todesopfer. Die Erinnerung an diese Taten wachzuhalten bedeutet auch, auf Kontinuitäten hinzuweisen, die von 1980 bis heute reichen.

Mehr als 40 Jahre

Das Jahr 1980 markiert einen brutalen Kulminationspunkt rechter Gewalt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. In diesem Jahr entlud sich das gefährliche Potential der neonazistischen Strukturen, die sich seit dem Ende des Nationalsozialismus formiert hatten. Zentrale Ereignisse von 1980 stehen exemplarisch für Kontinuitäten im Umgang mit rechtem Terror, die bis heute fortbestehen. 2020 jähren sich die tödlichen Anschläge auf Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân in der Hamburger Halskestraße, auf das Oktoberfest in München und auf Shlomo Lewin und Frida Poeschke in Erlangen zum 40. Mal. Das Gedenken an sie hat auch deshalb besondere Aufmerksamkeit verdient, weil der gegenwärtig so wichtige Kampf gegen rechten Terror nur im Bewusstsein seiner langen Geschichte geführt werden kann.